Unter dem Motto „Keep Rollin’“ erkundeten Jugendliche aus dem ÖGJ-Jugendzentrum Pregarten ihren Wohnort und die Nachbargemeinden – im Rollstuhl. Sie testeten öffentliche Gebäude, Toiletten,
Supermärkte, Schulen und Apotheken auf Barrierefreiheit und machten darauf aufmerksam, wie wichtig ein behindertengerechter Zugang zu Gebäuden für Menschen mit Beeinträchtigung ist.
Wenn Türen zu Hindernissen werden
In Zweierteams versuchten die Pregartener Jugendlichen, alltägliche Besorgungen in Pregarten, Wartberg, Hagenberg und Linz in Rollstühlen, die von Bandagist Heindl zur Verfügung gestellt wurden,
zu erledigen. „Dass eine normale Tür für Menschen mit Beeinträchtigung zu einem großen Hindernis werden kann, aber auch die Blicke von PassantInnen haben den Jugendlichen eine völlig neue
Sichtweise eröffnet“, berichtet ÖGJ-Jugendzentrumsleiter Gerfried Eder. „Überwiegend haben wir gute Erfahrungen gemacht. Manchmal ist es aber einfach nicht möglich, mit dem Rollstuhl in Gebäude
zu kommen.“
Barrierefreiheit ermöglicht Teilhabe am öffentlichen Leben
Die Jugendlichen waren erstaunt, wie schwierig es für Rollstuhlfahrer ist, Dinge des täglichen Lebens zu meistern, die für sie selbstverständlich sind. „Wir wollen mit unserem Projekt das
Bewusstsein der politisch Verantwortlichen, aber auch unserer MitbürgerInnen, für die Bedürfnisse von Menschen mit Beeinträchtigung schärfen. Barrierefreiheit ist kein Luxus, sondern absolut
notwendig, um allen Menschen eine Teilhabe am öffentlichen Leben zu ermöglichen“, betont Eder.
Treffpunkt für Pregartener Jugendliche
Das ÖGJ-Jugendzentrum Pregarten bietet Jugendlichen die Möglichkeit, selbst Projekte zu entwickeln und die Aktivitäten des Jugendzentrums mitzugestalten. Neben Veranstaltungen, wie Info-Abenden,
bietet das Pregartener ÖGJ-Jugendzentrum alle Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung ohne Konsumzwang. Spiele, eine Playstation und freier Internetzugang stehen zur Verfügung. Das ÖGJ-Jugendzentrum
Pregarten am Stadtplatz 13 ist dienstags und mittwochs von 16:00 bis 21:00 Uhr, donnerstags von 16:00 bis 20:00 Uhr und freitags von 14:00 bis 20:00 Uhr geöffnet. Nähere Infos finden Sie unter
www.jcuv.at.
Foto (ÖGJ): Jugendliche aus dem ÖGJ-Jugendzentrum Pregarten testen in geborgten Rollstühlen öffentliche Gebäude und Supermärkte in Pregarten, Wartberg und Hagenberg auf Barrierefreiheit
Linz/Pregarten, 14. Mai 2012
Bei einem zweitägigen Seminar der ÖGJ-Jugendzentren Enns und Braunau setzten sich Jugendliche mit den Verbrechen der Nazis im Konzentrationslager Mauthausen auseinander. Im Vorfeld der
alljährlichen Befreiungsfeier im ehemaligen KZ informierten sich die Jugendlichen über die Gräueltaten der Nationalsozialisten. „Uns ist es wichtig, Jugendlichen Solidarität und Toleranz zu
vermitteln. Dazu gehört auch eine Auseinandersetzung mit der Vergangenheit“, sagt die Ennser ÖGJ-Jugendzentrumsleiterin Sabine Riedl. „Wir begleiten Jugendliche auf ihrem Weg zu aktiven
BürgerInnen. Sie gestalten unsere Zukunft. Damit solche grauenhaften Verbrechen nie wieder passieren, müssen sie erfahren, wohin Fremdenhass und Ausgrenzung von Menschen führen können.“
Am ersten Seminartag beschäftigten sich die Jugendlichen mit Themen wie Zwangsarbeit und Vernichtung, den unmenschlichen Zuständen im Konzentrationslager und der systematischen Demütigung von
Häftlingen. Sie erfuhren, dass Gegner des NS-Regimes, sowjetische Kriegsgefangene, WiderstandskämpferInnen und soziale Randgruppen genauso zu den Opfern der nationalsozialistischen
Vernichtungsmaschinerie gehörten, wie Juden, Roma und Sinti, Zeugen Jehovas oder homosexuelle Menschen.
Am zweiten Seminartag begleitete ein Guide die Jugendlichen durch das ehemalige Konzentrationslager Mauthausen. „Durch solche Seminare wollen wir Jugendliche ermuntern, sich
gesellschaftspolitisch zu engagieren. Ihnen ist bewusst geworden, wie wichtig es ist, klar gegen jede Form von Rassismus und Rechtsextremismus aufzutreten“, betont Riedl.
Foto (ÖGJ): Jugendliche aus Enns und Braunau informieren sich über die Verbrechen der Nationalsozialisten im ehemaligen Konzentrationslager Mauthausen
Einen neuen ehrenamtlichen Geschäftsführer hat derJugendcenter-Unterstützungsverein (JCUV). Der 42jährige Gallneukirchner Kurt Winter leitet ab sofort gemeinsam mit JCUV-Sekretär Stefan Reichl Oberösterreichs größten Jugenzentrumsbetreiber. In seinen 17 ÖGJ-Jugendzentren bietet der gewerkschaftsnahe Verein nicht nur Freizeitspaß und Unterhaltung, sondern auch Bewerbungstrainings oder Rat bei allen Fragen rund um Job und Ausbildung.
Jahrzehntelange Erfahrung mit Jugendarbeit
Winter folgt als Geschäftsführer Gerold Gassenbauer, der den JCUV zwölf Jahre lang ehrenamtlich geleitet hat. „Respektvoll miteinander umgehen, solidarisch sein, eine demokratische, antifaschistische Haltung und kritisches Denken fördern, diese Werte leben wir in unseren ÖGJ-Jugendzentren“, beschreibt der neue Geschäftsführer. Für Winter ist seine neue Funktion auch eine Rückkehr, hat er doch zwischen 1992 und 2004 als Leiter der ÖGB-Jugendabteilung eng mit den ÖGJ-Jugendzentren zusammengearbeitet. Viele Jahre leitete er außerdem ehrenamtlich das ÖGJ-Jugendzentrum in Gallneukirchen.
Der gelernte Einzelhandelskaufmann absolvierte die Sozialakademie der Arbeiterkammer und arbeitet seit 2009 hauptberuflich bei der Gewerkschaft Bau-Holz, wo er im Rechtsschutz und als Betriebsratsbetreuer tätig ist. Zuvor war Winter als ÖGB-Regionalsekretär für die gewerkschaftliche Arbeit in den Bezirken Freistadt, Urfahr-Umgebung und Linz-Land verantwortlich.
Linz, 12. April 2012
Kochbuch "JUZ Dinner"
Kochbuch ABSOFORT in den ÖGJ Jugendzentren erhältlich
Es wurde ein gemeinsames Rezeptheft (Kochbuch) mit allen gekochten Menüs, Rezepten und Fotos aus dem Projekt gestaltet. Dieses ist absofort in den Jugendzentren des OÖ Jugencenter Unterstützungsvereins oder in der ÖGB Jugendabteilung erhältlich!
Bestellungen auch unter jcuv@oegb.at oder 0732/665391-6041
Kosten: Erwachsene 10 €
Jugendliche 4 €
Mit dem Kauf eines Kochbuchs unterstützen Sie den JCUV!
Was muss ich als Lehrling wissen? Was sind meine Rechte und Pflichten? Und was hat das alles mit Facebook zu tun? Über diese Fragen informierte ÖGJ-Jugendzentrumsmitarbeiterin Sabine Riedl
Jugendliche aus Enns bei einem Vortrag im ÖGJ-Jugendzentrum. „Es ist wichtig, dass die Jugendlichen wissen, was ihre Rechte sind, damit sie diese auch einfordern können“, berichtet Riedl.
„Gleichzeitig lauern viele Fallen. So kann etwa ein zu sorgloser Umgang mit Facebook und Co. unangenehme Folgen, bis hin zur Kündigung, haben.“
Was Jugendlichen zusteht
Kaum ein Lehrling weiß, dass den Jugendlichen zwischen 15. Juni und 15. September zwei Wochen durchgehender Urlaub zusteht. Ähnlich verhält es sich mit der Weiterverwendungspflicht nach der
Lehrzeit. „Ein Dauerbrenner ist das Thema Arbeitszeit“, berichtet Riedl weiter. „Denn vielen Jugendlichen ist nicht bewusst, dass sie nicht länger als acht Stunden pro Tag arbeiten dürfen.“ Jene
Jugendlichen, die kurz vor dem Einstieg ins Berufsleben stehen, interessierte vor allem die Probezeit: In den ersten drei Monaten dürfen nämlich sowohl Lehrling, als auch Lehrberechtigter, das
Lehrverhältnis ohne Angabe von Gründen beenden.
Rat und Hilfe bei allen Fragen rund um den Job
Wichtig ist es Riedl, dass Jugendliche über die Gefahren von sozialen Netzwerken im Internet wissen. „Wenn Geschäfts- und Betriebsgeheimnisse zu wahren sind, kann schon ein Foto des eigenen
Arbeitsplatzes im Internet ein grober Verstoß sein, der zu Kündigung und Schadenersatzforderungen führen kann“, berichtet Riedl. Bei allen Fragen rund um den Job können sich Jugendliche jederzeit
gern an ÖGJ-Jugendzentrumsmitarbeiterin Sabine Riedl wenden. Das ÖGJ-Jugendzentrum Enns in der Wiener Straße 11 ist dienstags und freitags von 15:00 bis 19:00 Uhr und samstags von 13:00 bis 17:00
Uhr geöffnet. Nähere Infos finden Sie unter www.jcuv.at.
Foto (ÖGJ): Alles über ihre Rechte und Pflichten als Lehrling erfuhren die BesucherInnen des ÖGJ-Jugendzentrums Enns
Linz/Enns, 1. März 2012
Was sind eigentlich die Grundsätze unserer Verfassung und was bedeuten sie? Was ist die Gewaltentrennung? Welche Parteien vertreten uns im Nationalrat? Diesen Fragen und vielen anderen mehr
gingen die BesucherInnen des ÖGJ-Jugendzentrums Enns auf den Grund. „Jugendliche dürfen schon mit 16 Jahren wählen. Deshalb ist es wichtig, dass sie auch die Zusammenhänge kennen und wissen, was
sie tun, wenn sie ihre Stimme abgeben“, berichtet ÖGJ-Jugendzentrumsmitarbeiterin Sabine Riedl.
Großes Interesse an politischen Fragen
Ein Quiz mit Fragen rund um die österreichische Politik musste gelöst werden – wobei freilich das Internet zu Recherchezwecken verwendet werden durfte. Beim Politiker-Memory galt es, Bildern von
österreichischen Politikern den richtigen Namen und die richtige Partei zuzuordnen. „Ich war positiv überrascht, wie viel die Jugendlichen über Politik wissen und wie groß ihr Interesse an
politischen Fragen ist“, berichtet Riedl.
Treffpunkt für Ennser Jugendliche
Neben Veranstaltungen, wie Demokratie-Workshops oder Info-Abenden bietet das Ennser ÖGJ-Jugendzentrum alle Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung ohne Konsumzwang. Darts, eine xBox und freier
Internetzugang stehen zur Verfügung. Das ÖGJ-Jugendzentrum Enns in der Wiener Straße 11 ist dienstags und freitags von 15:00 bis 19:00 Uhr und samstags von 13:00 bis 17:00 Uhr geöffnet. Nähere
Infos finden Sie unter www.jcuv.at.
Foto (ÖGJ): Die Jugendlichen stellen beim "Politiker-Memory" ihr Wissen unter Beweis
Datum: Linz, 22.02.2012
Seinem Initiator und Gründer verlieh der Oö. Jugendcenter-Unterstützungsverein (JCUV) am 31. Jänner 2012 die Ehrenmitgliedschaft. Vor 36 Jahren hob Dr. Erich Gumplmaier, ehemaliger
ÖGB-Landessekretär und damals Jugendsekretär des ÖGB, das erste Jugendzentrum der Gewerkschaftsjugend aus der Taufe. Mittlerweile ist der JCUV der größte Betreiber von Jugendzentren in
Oberösterreich.
„Es war allgemein bekannt, dass es nicht geht. Dann kam einer, der hat das nicht gewusst und hat es gemacht“, schildert Laudator und Weggefährte Rainer Remsing das Wirken Gumplmaiers. Obwohl
weder Geld, noch Zeit, noch Ressourcen vorhanden gewesen seien, wagte er das Experiment Jugendzentren. Als Vereinsvorsitzenden gewann Gumplmaier den heutigen OeNB-Gouverneur Ewald Nowotny. Heute,
36 Jahre später, blickt der Jugendcenter-Unterstützungsverein auf eine beeindruckende Erfolgsgeschichte zurück. Die amtierende Vorsitzende, LAbg. Gisela Peutlberger-Naderer, bedankte sich bei
Gumplmaier im Namen Tausender Jugendlicher, die ihre Freizeit in den ÖGJ-Jugendzentren verbrachten, vor allem aber auch im Namen jener mehr als 200 Jugendlichen, denen der
Jugendcenter-Unterstützungsverein einen interessanten, herausfordernden Arbeitsplatz und Möglichkeiten zur Weiterentwicklung gab.
Der sichtlich bewegte Vereinsgründer berichtet, dass er selbst der Gewerkschaftsbewegung viel zu verdanken habe. Nachdem ihm das Schulsystem das Selbstbewusstsein genommen habe, habe er seinen
Platz in einer ÖGJ-Jugendgruppe gefunden, die Möglichkeiten, sich weiterzuentwickeln genutzt und sich schließlich auch an ein Universitätsstudium gewagt. „Es ist wichtig, die Fähigkeiten und
Stärken junger Menschen zu nutzen und sie zu fördern, ihnen mit Wertschätzung zu begegnen“, betont Gumplmaier. Es ist eine große Anerkennung am Ende seines Berufslebens, wenn das weiterlebt, was
man initiiert hat.“
Der gewerkschaftsnahe Jugendcenter-Unterstützungsverein ist heute mit seinen 17 Jugendzentren der größte Betreiber von Jugendzentren in Oberösterreich.
Linz, 1. Februar 2012